| Anno 1506 | In der Klostergeschichte Zwiefalten genauer in der Zimmerischen Klosterchronik ist erstmals von “Spaikatzen“, spottenden Menschen oder Maskengestalten, die Rede. Bereits 1506 ist der laubfressende Hofnarr Johann “Hansel“ vom 32. Abt Georg Piscatoris Vischer beschrieben. | ![]() |
![]() | So musste im Kloster Zwiefalten, während der Türkenkriege eine so genannte Türkensteuer bezahlt werden, und nach dem Sieg des habsburgisch-polnischen Heeres 1683 vor Wien, haben Kinder im Kloster Zwiefalten das erste Mal am Fasnetstag „Türkenspiele“ veranstaltet. Vom Jahr 1684 sind Tagebucheintragungen vom Bruder Placidus a Nazareth über Bacchanalien (lustige Theateraufführungen im Kloster) geschrieben. | Anno 1683 |
| Anno 1765 | Im Jahr 1765 wurde in Zwiefalten eine Verordnung bekannt gegeben, wonach das Tanzen u. Verkleiden am Glombigen Donnerstag und dem darauffolgenden Montag u. Dienstag erlaubt sei (Schwäbische Chronik). Katzen sollen schon in der Frühgeschichte eine besondere Rolle gespielt haben und mancher Aberglaube stand mit Katzen in Verbindung. Diese Erkenntnis u. Überlieferung wurde in das Fasnachtstreiben übernommen und die Katze die erste Symbolfigur der Zunft, wobei die Bezeichnung “Rälle“ einen ausgewachsenen Kater darstellen soll. | ![]() |
![]() | Die Zwiefalter Fasnet ist Bestandteil der reichen Geschichte des ehem. Klosterstädtchens. Sie birgt althergebrachtes Brauchtum in sich, das die Originalität und die Lebensart der Gemeinde Zwiefalten in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. Schriftliche Belege über das Fasnachtstreiben aus der Anfangszeit der Gemeinde Zwiefalten gibt es nicht. Zwiefalten wurde erst 1832, also vor rund 175 Jahren, selbstständige Gemeinde. Aus Überlieferungen ist aber bekannt, dass in den darauffolgenden Jahren schon groß Fasnacht gefeiert wurde u. nur durch die Kriege unterbrochen wurde. | Anno 1832 |
| Anno 1881 | Der Liederkranz “Cäcilia“ hat im Jahr 1881 am Fasnet Sonntag ein Konzert abgehalten. Erstmals wurde 1887 ein Fasnetsball durch den Liederkranz veranstaltet und dann jährliches Abhalten des Fasnetsball durch den Liederkranz. | ![]() |
![]() | Nach mündlichen Überlieferungen wurden Ende des 19.Jahrhunderts alljährlich Umzüge und Anfang des vorigen Jahrhunderts auf einer eigens dafür errichteten Freilichtbühne, vor dem Gasthaus Kreuz, theatralische Aufführungen bei einem Straßentheater inszeniert. Hierbei wurden Lustspiele und heitere Vorkommnisse vom Ortsgeschehen vorgetragen. Dabei trat auch die älteste Fasnetfigur das “Rössle“ (Gäule-Reiter) auf. Weitere Zeugnisse fasnachtlichen Treibens in Zwiefalten geben verschiedene Aufnahmen von Umzügen in Zwiefalten. | Anno 1900 |
| Anno 1908 | So sind auf einer Fotographie aus dem Jahr 1908 erstmals Katzen als Maskenträger auszumachen. Aus jener Zeit ist auch bis 1960 ein Prinz Karneval an der Fasnacht aufgetreten. Diese Hinweise beweisen, dass Fasnachtstreiben in Zwiefalten, schon lange Brauch hat. | ![]() |
![]() | Wiederaufnahme des Fasnettreiben in Zwiefalten. Ab 1924 bekam dieses Brauchtum wieder neues Leben indem eine Ober bayrische Hochzeit abgehalten wurde. Mitte der 20er Jahre fanden sich die Narren wieder zusammen, um im Ort ein organisiertes Fasnetstreiben ins Leben zu rufen. | Anno 1924 |
Anno 1925 | Nach dem I. Weltkrieg kam die zweite Zwiefalter Einzelfigur der “Storch“ hinzu. Ebenfalls fuhr in den 20er J. bereits ein Hochrad an den Umzügen mit. | ![]() |
![]() | In den Aufzeichnungen von 1927 wird erwähnt, dass ein “Klosterrälling“ geschaffen wurde u. auf einem Festwagen am Umzug teilgenommen hat. In den nächsten Jahren waren den Fasnachtsumzügen mit über 20 Fuß und Wagen- gruppen ein großartiger Erfolg beschieden. Dieser lockte viele Gäste in den Ort und erweckte im weiten Umkreis größte Aumerksamkeit. Mit Kassentätigkeiten wurde bereits 1928 begonnen. | Anno 1927 |
Anno 1929 | Laut einer Rechnung gab es bereits 1929 ein Narrenbaum. Ebenfalls wurde bereits am 15. März 1929 im Gasthaus Hirsch ein Fasnetsverein gegründet und mit einer Vorstandschaft auf Vereinsbasis gewählt. Dabei wurde ein Elferrat bestimmt und Hauptorganisator und Narrenvater Karl Enderle zum 1. Vorsitzenden gewählt. In jenen Jahren haben sich einige Zwiefalter Bürger zusammengefunden um aus Liebe zu ihrer Heimatstadt das Brauchtum der Zwiefalter Fasnet zu festigen, zu pflegen und kommender Generationen zu erhalten. | ![]() |
| Aus Zeitungsberichten wissen wir, dass auch nach der Unterbrechung durch den Ersten Weltkrieg in den 20er und 30er Jahren die Fasnet mit Umzügen in Zwiefalten gepflegt wurde. In den 30er Jahren ist der genaue Ablauf nicht belegt, aber man weiss, dass zu jener Zeit die Fasnet am “Glombiga Donnschtig“ begonnen und bis zum “Fasnetzeischtig“, der gleichzeitig der Haupttag mit Umzug der Ortsfasnet war, andauerte. | Anno 1930 |
Anno 1935 | 1935 trat zum ersten Mal ein “Dicker Mann“ an der Zwiefalter Fasnet auf. Mehr oder weniger organisierte und spontane Fasnetveranstaltungen, unterbrochen durch die Kriegsjahre, hielten die Hausfasnet in Zwiefalten am Leben. Die Veranstaltungen wurden immer wieder neu initiiert und angetrieben durch einheimische Bürger, die diesem Brauchtum in besonderer Weise verbunden waren. Bis zum 2. Weltkrieg war es dann eine organisierte Straßenfasnet mit aufwendigen großen Festwägen u. allerlei Einzelideen, die sich Unentwegte immer wieder neu ausdachten. |
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| 1939 | 1939 erschien erst- mals eine Narrenzeitung. Der letzte große Umzug vor dem II. Weltkrieg fand 1939 statt. Während den Kriegsjahren gab es in Zwiefalten keine Fasnet. | |
| 1948 | Eine Unterbrechung trat beim II. Weltkrieg ein und hielt auch in den ersten Nach- kriegsjahren an. Sehr zaghaft und zurückhaltend versuchten ein paar Obernarren während der Fasnetszeit im Jahr 1948 etwas Licht in das düstere Nachkriegs- leben zu bringen. Ende der 40er Jahre traf sich wieder eine Gruppe von Zwiefalter mit der löblichen Absicht zusammen, eine Fasnet aufzubauen. Von den „Gründervätern“ wurde die Fasnet neu organisiert. Karl Enderle, Josef Kopp und Josef Kolb, waren die Initiatoren. | |
| 1949 | Daraufhin fand ab dem Jahr 1949 wieder eine Fasnacht statt und so wurde nach Beendigung des II. Weltkrieges der erste Umzug 1949 abgehalten. | |
| 1950 | Wiederaufnahme der Kinderfasnet.Nach dem Krieg waren ab 1950 immer eine Laufgruppe mit Pappmaché-Katzenköpfen am Umzug dabei. Ein Fasnetsplakat aus dem Jahr 1950 gibt uns eine Beschreibung des damaligen Fasnetsprogramms. Die detallierte, närrische Beschreibung des Umzugweges ist wohl einmalig. Zu Beginn der 50er J. wurden dann die ersten Fasnetsmärkte veranstaltet. So wurde zuerst in Baach der Baacher Markt und später in Gossenzugen ein Fasnetsmarkt abgehalten bevor er Ende der 50er und in den 60er Jahren wieder nach Baach zurückverlegt wurde. Bereits seit 1950 trat der Schäfer-Cölle an der Fasnet auf. | |
| 1952 | Seit 1952 wird zum Fasnetsschluss ein Kehraus mit Fasnetsvergraben abgehalten. Mitte der 50er Jahre kam der Fasnets-Büttel hinzu. Andere örtliche Vereine veranstalteten Fasnetsbälle in den Lokalen mit närrischer Unterhaltung und Tanz. Im Mittelpunkt des Fasnets- geschehens stand vor allem die Straßenfasnet. Die Umzüge fanden ein sehr großes Echo bei der Bevölkerung. Jedes Jahr wurden interessante, humorvolle Fasnetswagen gestaltet. Seit Mitte der 50er Jahre wird über die Fasnetszeit ein Narrenbaum auf dem Marktplatz aufgestellt und eine alljährliche Bürgermeister- absetzung durchgeführt. Diese beiden Bräuche sollen die närrische Regentschaft und damit die Obrigkeit abgesetzt ist symbolisieren. Seit dieser Zeit ziert der Narrenbaum den Marktplatz als äußeres Zeichen der Fasnet im Ort.Für neuen Auftrieb sorgte dann der “Alte Enderle“ der unter dem Namen “Neene Juck“ als Original bekannt war u. auch anerkannt wurde. In kurzer Zeit hatte sich wieder eine aktive Schar zusammengefunden, die ein umfangreiches Fasnets- programm organisierte. Spontaneität und Improvisation kennzeichnen die Ver- anstaltungen jener Jahre. | |
| 1957 | 1957 wurde Franz Schmid zum neuen „Narrenvater“ bestimmt. Aus Altersgründen musste Enderle die Verantwortung abgeben, aber auch seinem Nachfolger Franz Schmid gelang es, immer wieder Mitglieder zu finden, um die jährliche Veranstaltungen u. Umzüge abzuwickeln. | |
| 1958 | Der bereits seit der Jahrhundertwende veranstaltete Fasnet-Dienstag Umzug wurde ab 1958 auch am Fasnet Sonntag durchgeführt. Nur einmal vor dem 2. WK gab es am Sonntag u. Dienstag 1939 zwei Umzüge. Einige Jahre fanden dann zwei Um- züge statt. Bis heute wird der traditionelle Rälle-Sprung am Fasnet Sonntag veranstaltet u. gilt seit jenen Jahren als Höhepunkt der Zwiefalter Fasnet. Dieser wurde durch zahlreiche lustige und humorvolle Beiträge geprägt. So können viele Wagen- u. Laufgruppen, sowie diverse befreundete Gastzünfte, die Umzugsbe- sucher aus nah und fern jedes Jahr aufs Neue begeistern. Im Mittelpunkt des Fasnetsgeschehens stand vor allem die Straßenfasnet, die jährlich unter einem anderen Motto stattfand. Die Fasnet lebt vom Engagement vieler Zwiefalter Orginalen genauso wie von den verschiedensten Vereinen u. Gruppen. | |
| 1960 | Mit Elan und großer Begeisterung stellte sich von nun an ein umfangreiches und gern gesehenes Fasnachtstreiben ein. In den Folgejahren erlebte die Zwiefalter Fasnet einen enormen Aufschwung. Die Überzeugung das heimische Fasnet- brauchtum in Form eines organisierten und eingetragenen Vereins intensiver pflegen zu können, führte im Jahr 1960 zur Gründung der Narrenzunft “Rälle“ e.V. Zwiefalten. Die Gründungsversammlung wurde am 29.01.1960 im Gasthaus Hirsch abgehalten. Sinn u. Zweck sollte es sein, die Zwiefalter Fasnet in gelenkte Bahnen zu bringen. Ab diesem Zeitpunkt übernahm Heinz Hummel das Amt des Zunftmeisters der neuen Narrenzunft. Erfahrungen auf dem Gebiet des Fas- nachtsbrauchtums veranlasste die Gründungsversammlung, ihm die Aufgabe des Zunftmeisters zu übertragen, da Franz Schmid für dieses Amt nicht mehr zur Verfügung stand aber zum stelv. Zunftmeister gewählt wurde. Für den Elferrat wurde der Zunftrat gebildet, dem nach der Satzung festgelegte Aufgaben über- tragen sind. Ab 1960 organisierte u. institutionalisierte sich die Zwiefalter Fasnet endgültig. | |
| 1961 | Bereits 1961 wurde von der neugegründeten Narrenzunft im Gasthaus Hirsch der erste Zunftball als Ball-Saalveranstaltung durchgeführt und trat zum ersten Mal der Burggraf als höchster Repräsentant der Zwiefalter Fasnet auf. 1961 beschaffte die Narrenzunft für die Zunfträte und dem Zunftmeister sowie dem Burggrafenpaar ein neues Häs. In den nächsten Jahren wurde die Straßen- fasnet mit einer Saalfasnet erweitert. Dazu gehören neben dem Zunftball, Kinder- ball u. dem Weiberball auch Vereinsbälle. Die breite Palette der Darbietungen reicht bei diesen Zunftbällen von Tanzdarbietungen über Gesangseinlagen bis hin zu gekonnt dargebotenen Büttenreden. In Anlehnung an den rheinischen Carneval gab es bereits 1908 einen Prinzen Carneval. Eine Zeiterscheinung die sich in vielen Narrenortschaften vollzog. Als sich die Zunft wieder auf ihren Ursprung und ihren Brauchtum besannte wurde er durch das Burggrafenpaar ab 1961 ersetzt. In den letzten Jahren der 50 er Jahre wurde er von mehreren Prinzessinnen begleitet. So gibt es seit 1960 keinen Prinzen mehr. | |
| 1962 | Bereits zwei Jahre nach Gründung der Narrenzunft wurde 1962 die erste Traditi- onsfigur der “Zwiefalter Klosterrälle“ mit Maske, Häs u. Geschell vorgestellt. Die Verantwortlichen erkannten die Notwendigkeit, mit einem neuen Narrenkleid dem Narrenbrauchtum eine solide Basis zu verleihen. Mit 10 neuen Kloster-Rälle trat erstmals die Narrenzunft am Fasnetssonntag in die Öffentlichkeit. Die Gründer der Narrenzunft wollten eine originelle Neuschöpfung auf heimatgeschichtlicher Grundlage und mit der Schaffung von Masken eine Verkörperung der Geschichte unserer Heimat. Dies war zweifellos der Auftakt einer neuen Epoche für das bodenständige Narrenbrauchtum in der Ortschaft Zwiefalten. Seit Gründung der Rällezunft im Jahr 1960 war in kürzester Zeit aus bescheidenen Anfängen ein stabiler Großverein entstanden der das kulturelle Leben in der Gemeinde nach- haltig prägte. Mit der Einführung des Kloster-Rälle wuchs sprunghaft die Anzahl der Maskenträger an und wurde schnell zum Aushängeschild der Narrenzunft. Die Figur des Zwiefalter Kloster-Rälle mit Holzmaske, Häs u. Geschell ist seither weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus bekannt. Die Zwiefalter Fasnet nahm einen ungeheuren Aufschwung und die Narrenzunft verzeichnete einen stetig steigenden Zulauf an fasnachtsbegeisterten Masken- u. Hästrägern. | |
| 1963 | Die Zunft zeigte sich zum ersten Mal 1963 außerhalb Zwiefaltens. | |
| 1964 | Die ersten Kinder- rälle wurden 1964 angeschafft und so der Grundstock für die Zukunft gelegt. Gleichzeitig wurde der Elferrat aufgelöst und der Fasnetdienstag Umzug ein- gestellt. | |
| 1968 | Seit 1968 wird der Fasnet-Jux Markt am Fasnetsmontag abgehalten. | |
| 1969 | Die Bemühungen des Zunftrates brachte alsbald auch die ersten über- örtlichen Erfolg, in Form von Einladungen zu Narrentreffen, mit sich. So gründete die Narrenzunft 1969 die Vereinigung freier oberschwäbischer Narrenzünfte mit und gehört als Gründungsmitglied seither dieser Vereinigung an. Seit dieser Zeit bestehen auch sehr enge, freundschaftliche Beziehungen zwischen den Zünften, die sich nicht nur durch gegenseitige Besuche zur Fasnetzeit, sondern auch außerhalb der närrischen Tage bei vielen Anlässen treffen. Mit den Jahren wuchs ständig die Zahl der Teilnehmer u. Mitglieder an und auswärtige Umzüge wurden besucht. | |
| 1973 | Im Jahr 1973 konnte Zwiefalten zum ersten Mal Gastgeber des Ringtreffens der VFON in Zwiefalten sein. 1973 wurde der Rälle-Walzer komponiert | |
| 1974 | Der Rälle-Marsch wird zum ersten Mal gespielt. Wenn der Zwiefalter „Rälle-Marsch“ erklingt, der von Franz Hermanutz komponiert wurde, ist die Vielzahl an Rälle nicht mehr zu halten. | |
| 1975 | Im Jahr 1975 wurden die Krättenweiber wieder- gegründet die bereits seit 1958 als Korbfrauen an der Zwiefalter Fasnet teil- nahmen. Die Anzahl der Krättenweiber wurde ausgebaut u. wird seither von Frauen getragen.Neu hinzugekommene Aktivitäten bei der Hausfasnet waren das große Spektakel um die Fasnetsverbrennung am Dienstag , | |
| 1977 | und die Schülerbefreiung 1977 am Glombigen DonstigDie Gemeindereform wirkte sich auch bei der Zunft aus, denn aus Mörsingen kamen 1977 die Maskengruppe der “Teutschbuchgockel“ | |
| 1978 | und 1978 aus Gauingen der “Gauinger Bär“ hinzu. So wurden zwei neue Masken- u. Narrentypen geschaffen, mit örtlichen Episoden oder Gestalten, charakteristischen Vorgängen oder Ein- richtungen der Orte als Grundlage. Der Ausbau der Maskengruppen ging zügig voran. Von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der Maskenträger an. Über 200 Masken sind heute im Ort und erfreuen sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. | |
| 1979 | Das Häsabstauben hält Einzug am 6 Januar. Der Rälle-Sprung entwickelte sich allmählich zum Großereignis in der Region. Bunte Narrengruppen, unterstützt von zahlreichen Musikern, gestalten den farbenfrohen Umzug in einer Weise, die kaum zu überbieten ist. Zahlreiche Gast- zünfte bereichern den Umzug. Wie jeder Verein hat sich auch die Narrenzunft stetig weiterentwickelt. So wurden immer wieder alte Bräuche hervorgekramt und zu den schon bestehenden Masken passende Ergänzungen u. Erweiterungen gefunden. | |
| 1982 | So konnte 1982 eine weitere Maskengruppe der “Zwiefalter Hansel“ mit Maske, Häs u. Geschell am Umzug der Öffentlichkeit vorgestellt werden. | |
| 1984 | Nach nur kurzer Krankheit verstarb Zunftmeister Heinz Hummel, ein fasnachtlich großes Vorbild, lieber Kamerad und stets hochbegabter Brauchtum- u. Narren- freund im Frühjahr 1984. 24Jahre wurde der Verein von Heinz Hummel als Zunft- meister geführt und zu einem weit über die Grenzen der Zwiefalter Alb hinaus bekannten und angesehenen Verein aufgebaut. | |
| 1985 | Die Jahreshauptversammlung wählte daraufhin im November 1985 den langjährigen Säckelmeister u. stellv. Zunftmeister Franz Hermanutz zum neuen Zunftmeister der Narrenzunft. Somit konnte wieder ein Freund des Brauchtums u. der Fasnet gefunden werden. | |
| 1986 | Ein Jahr verspätet konnte 1986 mit dem Ringtreffen der Vereinigung das 25 jährige Jubiläum der Narrenzunft “Rälle“ gefeiert werden. Während diesen Jahren entwickelte sich die Zunft kontinuierlich und beständig weiter, zu seiner heutigen Größe. Die Aktivitäten nehmen einen festen Bestandteil im Jahreskalender der Gemeinde ein. Tradition und Brauchtum wird in Zwiefalten großgeschrieben. So besuchen die Zwiefalter Narren nicht nur befreundete Zünfte in nah und fern, sondern sie pflegen auch die Fasnacht im eigenen Ort. Der Zunftball ist weit über die Grenzen ein Begriff u. die Haupttage der Zwiefalter Fasnet vom Glombigen Donschdig bis Fasnet Dinschdig stehen ganz im Zeichen der Hausfasnet. | |
| Traditionell gehört zur Zunft der Rällemarsch und die Musik. Die Musikkapelle, der Fanfarenzug der Kolpingsfamilie und die Schalmaienkapelle sind selbst- ständige eingetragene Vereine, aber in der Fasnet ein fester Bestandteil. Mit ihren Klangkörpern ist die Zunft bestens ausgestattet und das närrische Treiben mit musikalischer Begleitung auf den Straßen absolut gewährleistet. Nicht nur die Rekonstruktion der geschichtlichen Begebenheiten liegt der Zunft an Herzen sondern auch die liebevolle Pflege von Tradition und Brauchtum der heimischen Bevölkerung was sich in einer Vielzahl von närrischen Aktivitäten niederschlägt. Dies garantiert auch den Bestand u. den alljährlichen Erfolg sowie die Popularität der Zwiefalter Fasnet. Das ganze Jahr über wird unentwegt daran gearbeitet, der Zwiefalter Fasnet ihr Gesicht zu geben bzw. wiederzugeben. Die Zunft legt großen Wert auf eine Fortführung der Tradition und im äußeren Erscheinungs- bild der Narren. Diese sollen die Tradition wahren und den Fortbestand der Typischen Merkmale der Zwiefalter Fasnet sichern. In den letzten Jahren konnten folgende Höhepunkte mit großen Narrentreffen gefeiert werden: Ringtreffen der VFON 1973, 1986, 1999 u. 2009; Freund-schaftstreffen 1970, 1980, 1982, 1994 das Freundschaftstreffen zum 33-jährigen u. 2004 das zum 44-jährigen Vereinsjubiläum. 1992 Jubiläumsabend 30-Jahre “Rälle“ mit Jubiläumsumzug am Fasnet-Sonntag. Bei der Jahreshauptver-sammlung am 11.11.2005 legte Zunftmeister Franz Hermanutz nach 20-jähriger verdienstvoller Tätigkeit sein Amt in jüngere Hände. Jochen Fundel, wurde zu seinem Nachfolger als neuer Zunftmeister der Narrenzunft gewählt. Franz Hermanutz wurde für seine über 45. Jahrelangen Verdienste unter großem Beifall zum Ehrenzunftmeister der Narrenzunft ernannt. Mit einer Satzungs- änderung wurde an der Jahreshauptversammlung 2010 das Gründungsdatum der Narrenzunft auf die Gründung des Narrenvereins am 15.03.1929 vorgelegt u. festgelegt. Die Narrenzunft beruft sich bei Ihrer Gründung auf die seit der Jahr- hundertwende stattfindende Fasnet in Zwiefalten, insbesondere auf den Narren- verein Zwiefalten, der am 15.03.1929 gegründet wurde. Somit gilt der 15.03.1929 als offizielles Gründungsdatum der Narrenzunft „Rälle“ Zwiefalten e.V. . Mittlerweile kann die Rälle-Zunft mit 600 Mitgliedern, davon ca. 250 Hästräger, die Freunde der Fasnet begeistern. Die Narrenzunft bemüht sich ständig um den Erhalt u. die Förderung der althergebrachten Zwiefalter Fasnet u. hat sich in den Jahren zu einem Verein entwickelt, der seinen festen Platz im Kreise der kultur- treibenden Vereine mit Fug u. Recht beanspruchen darf. Unbestreitbar liegt der Grund für diesen Aufschwung darin, mit der Schöpfung von Narrenkleidern und dem Abhalten von Umzügen einen Grundpfeiler für den Erhalt und den Fortbe- stand des Narrenbrauchtums in der Gemeinde geschaffen zu haben. Ursprüng- liches und Traditionen des Narrenwesens, seine vielfältige Darstellungen durch Maskengruppen sind lebendige Zeugnisse in einer jährlich wiederkehrenden Fasnet im Ort. Die Fasnet verbirgt althergebrachtes Brauchtum in sich, das die Originalität und die Lebensart der Bürger von Zwiefalten in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. | ||











